Unser Feind: Neosporose

Vorausgegangen ist ja die Erblindung von Kiara. Das es ein Symptom der Neosporose

ist, daran dachte zu dem Zeitpunkt niemand. Da dachten wir eher an eine bakterielle

Entzündung, im "schlimmsten" Fall ein Gehirntumor. Allerdings wollten wir die

bestätigenden Untersuchungen nicht. Wir wollten einfach nicht wissen, wenn unsere

Maus einen Tumor gehabt hätte. Wären die Beschwerden schlimmer geworden, hätten

wir noch immer handeln können und müssen.

Doch dann kam die Nacht vom 19. auf den 20. November. In dieser Nacht dachten wir

Kiara stirbt uns unter den Händen. Sie zitterte am ganzen Körper, konnte sich nicht auf den

Beinen halten -ein Bild des Elends. Nach ca. 1 Stunde schlief sie dann ein.

Am nächsten Morgen überraschte sie uns indem sie aus ihrem Bettchen aufstand als wäre

nichts geschehen.

So habe ich den ganzen Mittwoch damit zugebracht im Internet nach Informationen zu

suchen. Dabei fand ich auch viele Hinweise auf eine Krankheit die sich Neosporose nennt.

Alle Symptome davon fand ich auch bei Kiara, nur hatte sie keine Hautproblematik. Abends

zeigte ich André die Seiten im Net. Beide kamen wir zu der Überzeugung das Kiara daran litt.

Am nächsten Tag war unser Doc wieder in der Praxis und ich überfiel ihn gleich um 8 Uhr mit

unserer Vermutung. Da er schon einige Fälle in seiner Praxis hatte wusste er darum das wir

keine Zeit verlieren durften. So bekam Kiara am Donnerstagabend ihre erste Dosis Medikamente.

Sie spricht hervorragend auf die Medikament an, das zittern ist fast verschwunden,

die Orientierung ist wieder da und sie wird unserer "alten" Maus immer ähnlicher.

Vor einigen Tagen haben wir fast Tränen geheult weil sie ihren Wassernapf alleine gefunden

hat. Hört sich für jeden bescheuert an der sowas nicht mitmachen musste.

Aber wenn man vorher ein Häufchen Elend gesehen hat, welches orientierungslos im Zimmer

saß ist das ein riesiger Fortschritt.

Was wohl bleiben wird ist die Blindheit. Aber wenn sie ansonsten die Krankheit übersteht,

dann wollen wir nicht meckern. Mit der Blindheit wird sie fertig werden und wir natürlich auch.

Hier werde ich in lockerer Folge berichten, wie es Kiara geht.

13.12.2013: heute ist Kiara mit Freude spazieren gegangen. Das erste Mal seit ganz

langer Zeit. Ok, sie hat nicht die Strecke geschafft wie sonst, aber das ist doch ein

prima Anfang. Jetzt muss sie nur noch zunehmen. Sie wog am letzten Freitag nur noch

4,5kg, also ein gutes KG weniger als vorher. Aber sie bekommt nun ja kein AB mehr und

die Krankheit hat sie auch überstanden. Es kann also nur noch besser werden.

Mit ihrer Blindheit kommt sie auch immer besser zurecht. Wenn man es nicht weiß, bemerkt

man es kaum. Auch hier im Haus wird sie von Tag zu Tag selbstständiger. Jemand der ähnliches

noch nie mitgemacht hat, kann nicht nachvollziehen wie man sich über kleinste Fortschritte freut.

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